Das Manifest des elektrischen Iches
Das elektrisches Ich unterscheidet sich von anderen Iches in seiner strukturellen Ergiebkeit. Es ist in keinsterweise ein Verlierer im Gegensatz zum freudschen Überich. -Im Verlauf des Textes auch als Surmoi gekennzeichnet.-
Die Ergiebkeit schöpft sich aus seiner elektrischen Kraft, einer primären Kraft wie keiner anderen. Primär da aus dem Nichts kommend und zugleich ein Kontrast bildend zum Nichts. Die absolute elektrische Energie entweicht der absoluten Dummheit. Klar, einleuchtend und absolut postulierbar: das elektrische Ich braucht seinem Wesen nach keine Fenster. Das Surmoi dagegen in seiner elendigen Allwissenheit quietscht danach. Es hat nie gelernt zu wirken. Ganz klarer Fall der absoluten Dummheit.
Das Surmoi steht jeden morgen auf und quietscht. Das elektrische Ich hingegen lässt es sein mit dem Liegen oder Aufstehen: ganz nach dem Motto: Fenster, Fenster(!) brauch ich nicht. Die Müdigkeit und die Wachsamkeit sind ganz seinem Willen untergeordnet. Es lässt sich nicht hetzten von der timeistischen Allmacht .
Soll sich das Surmoi doch zu Tode quietschen. Ist ihm doch egal.
Auch andere Dinge sind ihm egal, lediglich die Fortführung des elektrischen Willens ist von primärer Wichtigkeit. Sekundär gibt es nicht beim elektrischen Ich, weil das Ich ja eben elektrisch ist. Nicht wie das hinterherhinkende Moi des Sur. Wo das Moi doch auch nur hinter der Leerstelle, dem König, hinterherhinken kann. Die schlechte Dialektik des Sekundarismus eben.
In diesem Sinne: Tod dem Ageism! Wir lassen uns nicht mehr sekundarisieren und feiern Geburtstag wann wir wollen und sind so alt wie wir wollen: am Ende kommt die Essenz klar deutlich und leuchtend. Leuchtend auf der Erde und nicht etwa quietschend am Himmel. Aber auch nicht in Form einer Blockade. Die hat sich doch längst ausgesessen. Hier und überall.
Das elektrische Ich fordert nicht, es leuchtet einfach. Good night time pride. Nie zu früh und nie zu spät!
Im Grunde ist es nicht zulässig vom elektrisches Ich zu sprechen, da es nicht ein elektrisches ich oder zwei elektrische iches gibt, sondern n elektrisches Iches. Unendlich viele elektrische iches. Die Formel des elektrischen iches ist n*Π. Und jedes elektrische ich unterscheidet sich, differiert vom anderen elektrischen Ich. Da ihm die Einheit vom Ich(vom mir) zuwieder ist. Ich der ich der immer ich ist. Ich und ich und immer widerspruchsfrei. Ich und mein schlechtes Gewissen das nicht Ich ist. Der logische Widerspruch der Einheit werden.
Ständige Wiederholung des quietschen und des logischen Widerspruchs, und sich wundern dass man immer weiter quietscht. Und immer schön versuchen eine Einheit des Ichs bilden und sich wundern dass man keine Einheit wird.